Full Cave Diver
Kursbeschreibung
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Der Full Cave Diver Kurs ist der letzte und anspruchsvollste Kurs innerhalb der Cave Diver-Ausbildung. Er gibt dem Teilnehmer die Möglichkeit über die Zone 2 hinaus zu tauchen und sich sicher in Zone 3 zu bewegen. Der Luftvorrat darf allerdings 4000 barl nicht unterschreiten. Somit ergibt sich eine Mindest-Flaschengröße von 2 x 10 Litern. Eindringtiefen von über 500 m ohne Austauchstelle sind möglich. Das Mitnehmen einer dritten Flasche (mind. 7 Liter) ist dann allerdings Voraussetzung.
Die Tiefe beträgt max. 40 m EAD. Das Durchtauchen von Engstellen (Penetration) und das Mitführen einer dritten Flasche (Rückengerät oder Stage-Flasche) sind ebenso Inhalte des Full Cave Diver Kurses, wie der sinnvolle Einsatz von Nitrox. Des Weiteren ist es auch möglich, Post-Siphon-Tauchgänge durchzuführen.
Besonderen Wert wird bei der Ausbildung auf Tauchgangsplanung, Tauchgangsführung und Dekompression gelegt. Alle anderen Regeln, wie sie bei dem Cave Diver Kurs beschrieben wurden, gelten auch hier, besonders die 3 „L“ -Regel (Luft - Licht - Leine), und das Einhalten der Drittelsregel ist zwingend. Während der Tauchgänge dürfen höchstens 2 Schüler von einem Full Cave Instructor unterrichtet werden.
Zone 3
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Kursvoraussetzung
- Mindestalter: 18 Jahre
- Brevet: Dive Leader oder äquivalente Brevets
- Brevet: Cave Brevet oder äquivalente Brevets
- Mindestens 125 geloggte Tauchgänge
- Mindestens 6 geloggte Cave-Tauchgänge seit Abschluss des Cave Brevets
- Gültiger Nachweis über Tauchtauglichkeit
- Nitrox Basic Brevet
Empfohlen: Advanced Nitrox Brevet
Kursinhalte
Theorie
- Standards/Sicherheitsregeln in Zone 3
- Zusatzausrüstung für Tauchen in Zone 3
- Inhalt und Anwendung der 3 „L“ -Regel
- Verschiedene Flaschenkonfigurationen
- Redundanz bei Vorstößen über 500 m
- Einbeziehen von Höhlenplänen zur selbständigen Tauchgangsplanung
- Durchtauchen von Engstellen (Penetration)
- Überwinden von trockenen Gangpassagen, Post-Siphon-Tauchen
- Einsatzmöglichkeiten verschiedener Atemgase (Luft, Nitrox, Sauerstoff), Tiefenrausch und Dekompression
- Anwendung von Reels, Markierungspfeilen, Non-Directional Markern, Metragen
- Besondere Gefahren beim Höhlentauchen
- Rettungskette
Praxis
- Selbständiges, korrektes Ausrüsten und Anpassen der Ausrüstung an die Bedingungen in Zone 3 (nach Standards)
- Zudrehen und wieder Aufdrehen aller Flaschenventile (Ventilmanagement) in angemessener Zeit (Shut-Down-Drill); in Zone 1
- Ablegen und wieder Aufnehmen des Flaschenpaketes; in Zone 1
- Maske abnehmen, Ersatzmaske aufziehen und ausblasen; in Zone 1
- Korrektes Verlegen einer Leine vom Freiwasser in die Höhle; Distanz ca. 50 - 100 m
- Tauchen ohne Licht entlang der Hauptleine zum Ausgang der Höhle, Distanz ca. 150 - 250 m (Gruppen oder Partnerübung)
- Langschlauchübung (mind. 1,8 m), Out-Of-Air Situation, Tauchen ca. 150 - 200 m zum Ausgang der Höhle, mit Partner am Langschlauchautomat sowohl als Spender und Empfänger
- Partnerrettung aus der Höhle (ca. 150 m) bis zum Sicherheitsstop auf 6 m im Freiwasser mit Sicherung der Luftversorgung (Gruppen oder Partnerübung)
- Auslegen und Verbinden mehrere Reels, einer Gruppe vom Freiwasser in die Höhle als temporäre Führungsleine (Gruppen oder Partnerübung)
- Anwendung und Umgang mit verschiedenen Reels
- Reparatur einer durchtrennten Hauptleine (Gruppen oder Partnerübung)
- Suchen und Wiederfinden der verlorenen Hauptleine mit Hilfe des Jump-Reels
- UW-Distanzschwimmen 350 - 500 m in einer Tiefe zwischen 10 - 30 m, Zeit ca. 40 min
- Handling mit Stage-Tanks, Wahl der Örtlichkeiten (Depots), Ablegen und wieder Aufnehmen, Atmen aus dem Stage-Tank während des Tauchgangs
- Notfallübung: Retten eines verunfallten Tauchers, Verbringen an Land, Notfallkette
- Tauchgangsführung, Tauchgangsplanung, Gruppeneinteilung, Briefing/Debriefing durch Kursteilnehmer
- Einhalten der Standards und Sicherheitsregeln
Ausrüstung für Full Cave Diver
Bei der Ausbildung zum Full Cave Diver empfiehlen wir den Einsatz eines Helmes. Er bietet die Möglichkeit, Lampen zu befestigen und lässt die Hände frei für Arbeiten mit der Leinenrolle bzw. bei Rettungsübungen. Außerdem schützt er den Kopf vor Verletzungen, vor allem bei schlechter Sicht und in engen Gangpassagen.
In der Ausbildung z.B. amerikanischer Verbände, wird weitestgehend oder ganz auf das Tragen eines Helmes beim Höhlentauchen verzichtet. Je nach Situation und Bedingungen kann der Cave Instructor das tragen eines Helmes verlangen.
- Mindestens Doppel 10 l Rückengerät (Full Cave Ausbildung)
- 1 - 2 Stage-Flaschen mindestens 7 l Volumen
- 2 - 4 Atemregler EN 250 mit DIN-Anschluss (INT-Anschlüsse sind unzulässig!) dazu Finimeter, Inflatorschläuche
- Atemregler mit Langschlauch mindestens 1,8 m Länge
- Trockentauchanzug je nach Ausbildungsgebiet
- Wingblase mit Rückenplatte oder geeignetes Jacket mit mind. 20 l Auftriebsvolumen
- Hauptlampe mit Brenndauer mind. 2 mal Tauchgangsdauer
- 2 Back-Up-Lampen; mind. 2 mal Tauchgangsdauer
- UW-Kompass mit Leuchtzifferblatt
- Tauchcomputer mit Deko-Anzeige
- Reservemaske
- Helm optional (evtl. mit montierten Lampen)
- Schneidwerkzeug (Zange, Cutter, Messer) gesichert
- Gap und Safety-Reel
- 4 Richtungspfeile, 3 Non-Directional Marker
- Ersatzmaterial, Ersatzteile
Die gesamte Ausrüstung muss selbstverständlich funktionsfähig und in gutem Zustand sein.Tauchflaschen müssen über einen gültigen TÜV-Stempel verfügen.Nitrox- und Sauerstoffflaschen bzw. Atemregler, Finimeter sind besonders zu kennzeichnen.
Kursorganisation
Kursdauer und Ablauf
- Der Kurs wird nach der jeweils gültigen Training Record Card durchgeführt
- Mindestens 8 Tauchgänge in 4 verschiedenen Höhlen innerhalb der Zone 3
- Maximal 2 Tauchgänge am Tag
- Vor und nach jedem Tauchgang Briefing/Debriefing
- 4 x 1,5 Std. Theorieunterricht
- Theorieinhalte können auch während der Briefings vermittelt werden
- Theorieprüfung 60 min (Multiple Choice und schriftlich)
Ausbilderqualifikation
Brevetierung
- Barakuda Karte
- CMAS.CH Karte (Anforderungs Unterschiede)
Kurstermine: Hier
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